Exemplarischer Brief zum AKW-Stop

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Exemplarischer Brief  zum AKW-Stop

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Exemplarischer Brief an die Unterzeichner der Petition zum AKW-Stop 2016 Fessenheim:

Auch 30 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und fünf Jahre nach dem verheerenden GAU von Fukushima müssen wir noch für die Abschaltung der Atomkraftwerke kämpfen. Erst am vergangenen Wochenende haben an die 5.000 Menschen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz entlang des Rheins gegen Atomkraft demonstriert. Im Fokus stand vor allem das besonders störauffällige französische Alt-AKW Fessenheim. Sollte sich dort ein Unfall wie der in der Ukraine oder Japan ereignen, wären schnell Millionen Menschen vor allem in Süddeutschland unmittelbar und dauerhaft betroffen. Daher habe ich die Petition "Fessenheim abschalten - sofort!" gestartet. Sie richtet sich an die neue Landesregierung Baden-Württembergs und fordert, das Ziel der Abschaltung des AKW im Koalitionsvertrag festzuschreiben. Bislang habenSie und über 60.000 Weitere sich dieser Forderung angeschlossen. Vielen Dank dafür!
Die Koalitionsverhandlungen in Baden-Württemberg zwischen den Grünen und der CDU laufen gerade auf Hochtouren. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um unsere Petition den Verantwortlichen zu übergeben. Ich werde daher am Sonntagnachmittag nach Stuttgart reisen und die Leiter der Arbeitsgruppe Umwelt, Herrn Landesumweltminister Franz Untersteller und Herrn Andreas Jung, um 17.30 Uhr im Stuttgarter Hospitalhof persönlich treffen. Die Herren sollen sehen, dass eine breite Mehrheit der Bevölkerung von ihnen den vollen Einsatz für den Ausstieg aus der Atomkrafterwartet. Es wäre schön, wenn in den nächsten zwei Tagen noch so viele Unterschriften wie möglich hinzukämen. Das Unterzeichnen geht ganz einfach online auf dieser Seite: https://weact.campact.de/petitions/fessenheim-abschalten-sofort-2- vielen Dank, dass Sie noch ein bisschen für unsere Petition trommeln. Hier finden Sie unsere Kampagnen-Seite: http://www.ews-schoenau.de/fessenheim.html
Ich möchte Sie an dieser Stelle noch auf eine weitere Veranstaltung hinweisen: Ein Politiker, der sich mutig für den Ausstieg aus der Atomkraft einsetzt, ist der ehemalige japanischePremierminister Naoto Kan. In seine Amtszeit fiel die Katastrophe von Fukushima im März 2011. Kan, ein studierter Physiker, der bis dahin ein Befürworter der Atomenergie gewesen war und einen solchen Unfall in seinem Land für unmöglich gehalten hatte, bekannte sich öffentlich zu dieser Fehleinschätzung.Er nahm die AKW-Betreiberfirma Tepco in die Pflicht und verabschiedete das erste Erneuerbare-Energien-Gesetz Japans nach deutschem Vorbild. Für diese Haltung und diesen Einsatz wird Naoto Kan am Samstag von der Stadt Frankfurt, den Evangelischen Kirchen Nassau und Hessen und den EWS mit dem Preis der "Courage für den Atomausstieg" ausgezeichnet. Besonders freut es mich, dass Herr Kan tags zuvor die Zeit für einen Besuch bei uns in Schönau findet.Seinen Mut und seine Handlungskraft gegen alle Widerstände werde ich unseren Landespolitikernans Herzen legen, wenn ich am Sonntag unsere Petition überreiche.
Mit sonnigen Grüßen
Sebastian Sladek
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