Thilo Bode : Die Freihandelslüge .Warum TTIP nur den Konzernen nützt – und uns allen schadet . Mitarbeit von Stefan Scheytt

Diskurs aktuell


T. Bode: Die Freihandels-Lüge
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Online-Publikation: März 2015  im Internet-Journal <<kultur-punkt.ch>>
Ereignis-, Ausstellungs-, AV- und Buchbesprechung

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 272 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 5 s/w Abbildungen; ISBN: 978-3-421-04679-6; € 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 21,90
DVA Sachbuch - Verlagsgruppe Random House, München; http://www.randomhouse.de; http://www.dva.de

Charakteristika
TTIP (1) - Der Staatsstreich der Konzerne

Inhalt
In Deutschland und Europa wächst der Widerstand gegen das geplante Freihandelsabkommen TTIP. Thilo Bode schildert anschaulich und mit analytischer Schärfe, wie TTIP Verbraucherrechte und Umweltstandards gefährdet. Die Konzerne drohen über unsere Zukunft zu bestimmen – stärkere Arbeitnehmer- und Verbraucherrechte hängen ebenso wie ein wirkungsvoller Umweltschutz von ihrer Gnade ab. Dies gilt es mit aller Macht zu verhindern. Thilo Bode zeigt, was sich bei den Geheimverhandlungen zwischen der Europäischen Union und den USA ereignet und was für uns alle auf dem Spiel steht.

Autor
Thilo Bode, geboren 1947, studierte Soziologie und Volkswirtschaft. 1989 wurde er Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland, 1995 von Greenpeace International. 2002 gründete er die Verbraucherorganisation Foodwatch. 

Fazit
In zwei übersichtlichen Kapiteln  gelingt es Thilo Bode " Die Freihandelslüge" wie er sein Diskursbuch nennt, wie und warum TTIP nur den Konzernen nützt – und uns allen schadet und diesen mehrfach Nutzen bringen wird. Dabei weist die Politikkaste eine sich selbst und damit uns 'unterwerfende Rolle' zu. so erfahren die Interessierten (Ausgelieferten) wie TTIP in unseren Alltag eingreift (Vorsorge-Demontage, Gift-Vermehrung in de Nahrungskette) und das Landwirtschafts-Desaster im Status quo gefangen wird (USA (als Alleinspieler) - Freihandels- vieh / -mensch / - EU) Arbeits- und Kultur-Rechtswelt weisen mit Daumen nach unten !
Nur eine sich mehr und mehr verstärkende Zivilgesellschaft kann uns - zusammen mit (nicht - wie derzeit - mauschelnden) Parlamentariern kann den TIPP stoppen, dessen Risiken und Unwägbarkeiten offen legen und deren Gefahren im Vorfeld eliminieren - eine unentbehrliche Schrift - für jeden von essentiell . m+w-p15-3


(1) TTIP:  I -IV
I
Das Transatlantische Freihandelsabkommen, offiziell Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (englisch Transatlantic Trade and Investment Partnership, TTIP, früher Trans-Atlantic Free Trade Agreement, TAFTA), ist ein aktuell verhandeltes Freihandels- und Investitionsschutzabkommen in Form eines völkerrechtlichen Vertrags zwischen der Europäischen Union und den USA.  Die genauen Vertragsbedingungen werden seit Juli 2013 ausgehandelt, dieser Prozess wird vielfach als intransparent kritisiert.
Als Vorläufer gilt das Multilaterale Investitionsabkommen, das bereits in den 1990er Jahren auf erhebliche Widerstände von Aktivisten und NGOs stieß und schließlich am Widerstand Frankreichs scheiterte. Als aktueller Testfall für TTIP gilt das Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA), das schon 2014 ausverhandelte kanadisch-europäische Abkommen, das – in Europa in der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet – ebenso wie TTIP/TAFTA umstritten ist.[4] Beide Abkommen werden auch mit dem internationalen Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) in Zusammenhang gebracht, das 2012 an Bürgerprotesten aus EU-Ländern und den USA gescheitert war.
http://de.wikipedia.org/wiki/Transatlantisches_Freihandelsabkommen
II
Konzerne sollen Staaten verklagen können, wenn neue Umwelt- oder Sozialgesetze ihre Gewinnerwartungen schmälern.
Im Supermarkt sollen Hormonfleisch und genveränderte Lebensmittel angeboten werden, ohne Kennzeichnungspflicht.
Energiekonzerne sollen sich die Erlaubnis zum Fracking erklagen können.
Diese Liste an Beispielen könnte endlos weitergeführt werden.
Worum geht es?
Mit einem umfassenden Pakt wollen EU und USA eine transatlantische Freihandelszone erschaffen. Verkauft wird uns die geplante Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) als gigantisches Wachstumsprogramm – bezahlen müssen es die BürgerInnen in EU und USA mit einem beispiellosen Abbau von Produktionsstandards, Verbraucherschutz- und ArbeitnehmerInnenrechten, Lohnniveaus, Umwelt- und Sozialauflagen, ja sogar unserer demokratischen Rechtsstaatlichkeit. All diese „Handelshemmnisse“ würden in den geheimen Verhandlungen beseitigt.
Noch kann das Vorhaben gestoppt werden.
Gemeinsam mit vielen Menschen aus Europa und aus den USA setzen wir uns dafür ein.
http://www.attac.de/ttip
III
https://www.campact.de/ttip/appell/5-minuten-info/
IV
http://www.sueddeutsche.de/thema/TTIP
Diskurs aktuell
Sueddeutsche-Thema: TTIP
-da-ttip15-3freihandelsabkommen:
- Bundeskanzlerin Angela Merkel und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker wollen   noch 2015 einen Abschluss des Freihandelsabkommens mit den USA erreichen.
Stimmen:
- So wird in einer Demokratie nicht verhandelt...
  Friss Vogel oder stirb...
  Heribert Prantl
- Ex-Verfassungsrichter geisselt geplante TTIP-Schiedsgerichte..
  TTIP:
   -Dokumente sollen öffentlich werden..
   -ebnet den Weg für Gentechnik im Essen...
   Silvia Liebrich
- Vernebelungstaktik im Supermarkt
- Bei Bürgerbefragung in Brüssel sind 97% dagegen...
  Das Abkommen mit USA ist zu entschärfen ...
  Kommissionschef Juncker
  Michael Bauchmüller - Cerstin Gamelin
- Eindeutige Gentechnik-Kennzeichnung muss her
  EU-Agrar-Hochkommissar Hogan
- Investoren-Schutzklausel streichen
  Javier Caceres
- Angriff auf den Datenschutz
  Alexander Hagelüken
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